Christian Rickert

* 1940, Breslau, heute Polen

Rickert ist Zeichner! So sagt er selbst. Sein mutiger, manchmal nahezu kaltblütiger Strich prägt alle Werkphasen der letzten sechzig Jahre. In ihrer Spannweite zeugen seine Arbeiten vom Reichtum einer am Gegenstand orientierten künstlerischen Praxis und überraschen in der Vielfalt von Techniken und Materialien: Bleistift- und Farbstiftzeichnungen, Gouachen, Alugraphien und Monotypien, Prägedrucke, Radierungen und Siebdrucke, Gemälde und seit den späteren Jahren Fotografien und bearbeitete Film-Stills.

Artworts

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Diverse No. 187, 2024

Christian Rickert

Diverse No. 187, 2024
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 193, 2024

Christian Rickert

Diverse No. 187, 2024
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 196, 2024

Christian Rickert

Diverse No. 196, 2024
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 199, 2024

Christian Rickert

Diverse No. 199, 2024
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 205, 2025

Christian Rickert

Diverse No. 205, 2025
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 206, 2025

Christian Rickert

Diverse No. 206, 2025
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 20, 2021

Christian Rickert

Diverse No. 20, 2021
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 43, 2022

Christian Rickert

Diverse No. 43, 2022
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 133, 2023

Christian Rickert

Diverse No. 133, 2023
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 152, 2024

Christian Rickert

Diverse No. 152, 2024
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 166, 2024

Christian Rickert

Diverse No. 166, 2024
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 188, 2024

Christian Rickert

Diverse No. 188, 2024
Din A3
colour pencil

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Diverse No. 194, 2024

Christian Rickert

Diverse No. 194, 2024
Din A3
colour pencil

Die frühen abstrahierten, menschenleeren Landschaftszeichnungen zeigen bereits sein Gespür für die Flüchtigkeit aller Erscheinungen und das Verfließen der Zeit. In seinen Figurenbildern greift Rickert zum Stilmittel der Deformation, um innere und äußere Bewegtheit bzw. Zustände zum Ausdruck zu bringen: überlängt dargestellte Körper, perspektivisch verzerrte Gesichter, alles zerfressen vom Licht im Raum, nahezu surreal. Als „verwackelten Fotorealismus“ bezeichnet der Künstler seine Arbeiten, die Phänomene der Bildstörung als ästhetisches Stilmittel nutzen, etwa das 1970 entstandene Interieur- und Mehrfigurenbild Geselliges Beisammensein. Wie etliche andere seiner Werke ist es in der Sammlung des Mülheimer Kunstmuseums vertreten. 2020 kehrt Christian Rickert zum Herzstück seines Werkes zurück: der Zeichnung. Die Virtuosität seiner gegenständlichen Zeichnungen von Figuren und Dingen, die oft verwackelt oder unscharf wiedergegeben werden, weicht jetzt dem reinen Interesse an Form, Farbe und Komposition. Dazu hat er das DIN-A3-Format für sich festgelegt. Nur auf Reisen zeichnet er auf DIN A5. Die Arbeiten des Ruhrpreisträgers sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, u.a. im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr und in der Berlinischen Galerie. Zu sehen waren sie zuletzt im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, bei Köppe Contemporary Berlin und in der Kommunalen Galerie Berlin.

Fragen an
Christian Rickert

Wo leben und arbeiten Sie?
In Berlin-Grunewald.

Wer oder was hat Sie künstlerisch geprägt?
Mein Vater, der selbst Künstler und mein Kunstlehrer in der Schule war, Picasso und Paul Klee.

Was ist Ihr Hauptcharakterzug?
Sorgfältig bis pingelig sowie großzügig und humorvoll.

An was arbeiten Sie aktuell?
Gegenstandslose Farbstiftzeichnungen unter dem Aspekt der Diversität.

Wie würden Sie Ihre künstlerische Praxis beschreiben?
Zurückgezogen, meditativ und sehr beharrlich, mit viel Zeitaufwand.

Haben Sie ein bestimmtes Arbeitsritual?
Jede Zeichnung beginnt mit dem Schwarzen Quadrat (nach Malewitsch) in der rechten unteren Ecke und dem Blick durch das Atelierfenster in den Himmel.

Ihr schmerzlichster Misserfolg?
Vergessen :)

Ihr Mantra?
Ich muss Kunst machen: Ich kann ja nichts anderes ;)

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Diverse No. 201, 2025, Din A3, colour pencil

Rot, Gelb oder Blau?
Rot.

Ihr Lieblingsding oder -objekt?
Meine Farbstifte.

Gibt es eine Verbindung zwischen Ihrer Kunst und Musik?
Ja, es gibt eine geheime Verbindung. Ich höre beim Zeichnen meistens Musik; das verändert meine Gedanken hin zum Positiven. Manchmal steh ich auch auf und greife zum Taktstock und dirigiere das imaginäre Orchester oder singe und tanze dazu.

Was verbinden Sie mit dem Begriff „Landschaft“?
Himmel und Wasser – Horizont.

Welcher Geruch erinnert Sie an Ihre Kindheit?
Schlote im Ruhrgebiet.

Ihr Lieblingsgericht?
Eierkuchen und Käsetorte.

Welches Buch steht schon lange auf Ihrer Liste?
„Mozart. Genius und Eros. Eine Biographie“ von Eva Gesine Baur.

Kann man Kunst lernen?
Künstlerische Techniken kann man lernen. Kunst kann man oder kann man nicht.

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Christian Rickert