Gina Merz

* 1991, Frankfurt am Main / Deutschland

Gina Merz ist Kuratorin, Autorin und Künstlerin. Ihr Interesse an einer kritischen institutionellen Praxis kommt in ihrem aktuellen Engagement als Kuratorin in der Kunsthalle Wien zum Ausdruck. Von 2020 bis 2024 war sie Teil des kuratorischen Teams im Kunstverein München. Gina Merz ist Co-Gründerin von PlusX, einem Kunstraum, der sich mit Sound, Text und Performance beschäftigt und seine Form in einer monatlichen Sendung auf Cashmere Radio findet.

Installation View „Thinking Skin / In Between“, Donner & Reuschel Munich, 2024
placeholder
Installation View „Thinking Skin / In Between“, Donner & Reuschel Munich, 2024

In der Vergangenheit war sie an Projekten in Zusammenarbeit mit den KW Institute for Contemporary Art, dem Schinkel Pavillon, der Volksbühne in Berlin, der Zürcher Hochschule der Künste sowie der Universität der Künste Berlin beteiligt.

Für die Ausstellung Thinking Skin/In Between in den Räumen von Donner & Reuschel München hat sie den von Lehel.Art herausgegeben Text „Small Change. Kleine Münze. Exemplarische Überlegungen zu Kunst und künstlicher Intelligenz“ verfasst.

Fragen an
Gina Merz

Wo leben und arbeiten Sie?
Aktuell in Wien, zuvor in Lissabon, München und Berlin.

Wer oder was hat Sie künstlerisch geprägt?
Meine Freundinnen, Kolleginnen und Mentorinnen Maurin Dietrich, Gloria Hasnay und Lea Vajda, mit denen ich gemeinsam am Kunstverein München gearbeitet habe.

An was arbeiten Sie aktuell?
Ich kuratiere aktuell eine Ausstellung mit dem Titel Burn The Diaries, Read Them Out Loud, die im Sommer 2025 in der Kunsthalle Wien Karlsplatz eröffnen wird. Außerdem werde ich gemeinsam mit Michał Leszuk ab September 2025 den ehemaligen Projektraum Kevin Space in Wien übernehmen und mit einer Einzelausstellung von Nancy Lupo starten.

Wie würden Sie Ihre künstlerische Praxis beschreiben?
Ich interessiere mich für eine Arbeit zwischen Kuration, Kunst und Text. Mir liegt es daran, diese Disziplinen zusammen zu denken.

Haben Sie ein bestimmtes Arbeitsritual?
Ich schreibe jeden Tag.

Rot, gelb oder blau?
Grün!

Ihr Lieblingsding oder -objekt?
Papier?

Gibt es eine Verbindung zwischen Ihrer Kunst und Musik?
Musik ist für mich extrem wichtig. Ich denke viel in meinem Schreiben und Kuratieren in Rhythmen und Systemen, die sich für mich häufig in Formen von Musik ausdrücken.

Eine Frage die Sie gerade bewegt?
Wie es weiterhin möglich sein wird, in dem Bereich der Kunst bei all den politischen Veränderungen und Verschärfungen zu arbeiten und zu leben.

Welcher Geruch erinnert Sie an Ihre Kindheit?
Das Parfum meiner Eltern als Gemisch.

Welches Buch steht schon lange auf Ihrer Liste?
The Process von Joshua Leon, einem tollen Freund und Künstler.

Was hätten Sie gerne früher gewusst?
Dass man im Bereich der Kunst arbeiten kann bzw. Kunst studieren kann, das habe ich erst sehr spät erfahren.

placeholder
Gina Merz