Julian Billmair
* 1986, München, Deutschland
Billmairs interdisziplinäre künstlerische Praxis umfasst die Bereiche Film, Fotografie, Skulptur und Installation. Oft eingebettet in komplexe Erzählungen, reflektieren seine Arbeiten die Bedingungen und Prozesse der Wertschöpfung sowie das sozioökonomische Feld der zeitgenössischen Kunst. 2022 graduierte er als Meisterschüler von Julian Rosefeldt an der Akademie der Bildenden Künste München und wurde mit dem Debütant*innenpreis des Akademievereins ausgezeichnet. Arbeiten von Julian Billmair sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Zuletzt nahm er an Ausstellungen u.a. in der Eres Stiftung (2022), der Villa Stuck (2022) und der Privatbank Donner & Reuschel (2024) teil.
Wo leben und arbeiten Sie?
Berlin.
Wer oder was hat Sie künstlerisch geprägt?
F.X. Billmair.
Ihr Hauptcharakterzug?
Ungeduld.
An was arbeiten Sie aktuell?
Betrachten der deutschen Hauptstadt.
Wie würden Sie Ihre künstlerische Praxis beschreiben?
Zweifelnd.
Haben Sie ein bestimmtes Arbeitsritual?
Niemals liegen bleiben.
Ihr Mantra?
Wird schon gut gehen.
Rot, gelb oder blau?
Blau.
Ihr Lieblingsding oder -objekt?
Die Hand.
Was bedeutet „Zukunft“ für Sie?
The future is but the obsolete in reverse (Nabokov).
Und was verbinden Sie mit dem Begriff „Landschaft“?
Ernst Ludwig Kirchner.
Welcher Geruch erinnert Sie an Ihre Kindheit?
Der Geruch des Windhauchs, der einem beim Hinabfahren einer Rolltreppe zu einem U-Bahn- Gleis entgegenströmt.
Welches Buch steht schon lange auf Ihrer Liste?
The Optical Unconscious von Rosalind E. Krauss.
Kann man Kunst lernen?
Man kann „Kunst herstellen” lernen. Vor allem, wie diese als Ware im kapitalistischen Zyklus funktioniert. Durch dieses Wissen allein entsteht aber noch keine gute oder relevante Kunst.
Kunst ist…
Ich kann nicht sagen, was Kunst ist, da diese ständig im flüchtigen Wandel begriffen ist – man scheitert laufend bei dem Versuch sie einzufangen, wie ein erfolgloser Entomologe auf der Jagd nach einem seltenen Insekt.
29. November bis 7. Dezember 2025, Eröffnung 28. November
Jahresgaben 2025
Kunstverein München
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