Michael Jäger
* 1965, Düsseldorf, Deutschland
Als Maler arbeitet Michael Jäger seit mehr als 20 Jahren an der Schnittstelle zwischen Raum und Bild, zwischen Architektur und Fläche. In seinen Hinterglasbildern verknüpft er fließende, abstrakte malerische Passagen mit konstruktiv und räumlich angelegten Strukturen, die die Flächigkeit des Bildes ins Dreidimensionale erweitern. Jägers Hinterglasmalerei ist ein Statement dazu, wie Malerei heute gegenwärtig sein kann, wie sie sich emphatisch zeigen, und dabei ihre reine autonome Energie ausspielen kann, und wie sie zugleich diese emphatische Präsenz abkühlt und uns entzieht.
Die Malerei selbst baut auf einem modularen Prinzip auf, das aus einer Kombination von Lineatur und malerischer Fläche, aus verfließenden Farbwolken und strengen geometrischen Figuren, aus räumlicher Schichtung und äußerster Flachheit, aus gestischer Spontaneität und kalkulierter Setzung eine umfassende Grammatik malerischer Ausdrucksformen entwickelt, die auf eine spannungsvolle Synthese des Disparaten zielt. (Textauszüge aus Text von Stephan Berg) Michael Jägers Arbeiten sind in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten, zuletzt in Nachhallraum, Galerie Schlag, Essen (2023), 600° Celsius, Galerie Hanna Bekker vom Rath, Frankfurt a.M. (2024) oder 6 aus 237, Galerie Oqbo, Berlin (2025). Von 2019 bis 2024 hatte er eine Professur für Malerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle inne.