Takayoshi Terajima

* 1986, Chiba, Japan

Takayoshi Terajima studierte traditionelle Metallverarbeitungstechniken in Japan. 2018 graduierte er als Meisterschüler für Schmuck und Gerät an der Akademie der Bildenden Künste. Seine künstlerische Arbeit verbindet auf überzeugende Weise das traditionelle japanische Handwerk der Metallgravur mit modernen Technologien. Für seine aktuelle Serie von Portrait-Schmuckstücken und Wandarbeiten erweiterte er seine künstlerisch-handwerkliche Praxis um KI-Technologie als zeitgenössisches „Werkzeug“. Für diese erhielt er 2024 den renommierten Herbert-Hofmann-Preis, im gleichen Jahr den Förderpreis der Stadt München. Takayoshi Terajima organisiert eine Künstlergruppe namens „CJST“. Seine Arbeiten sind in der Pinakothek der Moderne, im Grassi Museum Leipzig und in Privatsammlungen vertreten.

Artworks

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Installation View “Thinking Skin / In Between”, Donner & Reuschel Munich, 2024

Takayoshi Terajima

Installation View “Thinking Skin / In Between”, Donner & Reuschel Munich, 2024

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Earrings, Installation View “Thinking Skin / In Between”, Donner & Reuschel Munich, 2024

Takayoshi Terajima

Earrings, Installation View “Thinking Skin / In Between”, Donner & Reuschel Munich, 2024

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Ring, Installation View “Thinking Skin / In Between”, Donner & Reuschel Munich, 2024

Takayoshi Terajima

Ring, Installation View “Thinking Skin / In Between”, Donner & Reuschel Munich, 2024

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Necklace, Installation View “Thinking Skin / In Between”, Donner & Reuschel Munich, 2024

Takayoshi Terajima

Necklace, Installation View “Thinking Skin / In Between”, Donner & Reuschel Munich, 2024

Fragen an
Takayoshi Terajima

Wo leben und arbeiten Sie?
In München.

Wer oder was hat Sie künstlerisch geprägt?
Ich bin aus Japan zum Studium nach Deutschland gekommen, weil ich Otto Künzli, meinen ehemaligen Professor, bewunderte.

Ihr Hauptcharakterzug?
Ich kann vollständig in den kreativen Prozess eintauchen.

Wie würden Sie Ihre künstlerische Praxis beschreiben?
Im Zentrum meiner Arbeit stehen meine eigenen Wurzeln, deren Bedeutung mir erst im Ausland bewusst wurde. Gleichzeitig widme ich mich der Identität des Menschen in der Gegenwart, die durch die aktuelle Weltlage leicht erschüttert werden kann.

Haben Sie ein bestimmtes Arbeitsritual?
Nein, eigentlich nicht. Meine Frau ist ebenfalls Künstlerin, daher teilen wir unsere Zeit zu gleichen Teilen zwischen kreativer Arbeit und Hausarbeit auf. Das ist unser Familienritual.

Ihr Lieblingsding oder -objekt?
Mein Volleyball. Ich spiele Volleyball, seit ich 13 Jahre alt bin.

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Installation View “Thinking Skin / In Between”, Donner & Reuschel Munich, 2024

Gibt es eine Verbindung zwischen Ihrer Kunst und Musik?
Die rhythmischen Geräusche der Metallbearbeitung sind der Sound, der meine Arbeit begleitet.

Was bedeutet „Zukunft“ für Sie?
Vor meinem handwerklichen Hintergrund betrachte ich Technologie als unser neues Werkzeug. Der Gedanke, etwas zu erschaffen, das in dieser Form noch nicht existiert, fasziniert mich enorm.

Stadt oder Land?
Ich bin auf Reisfeldern aufgewachsen, da ich in eine Familie von Reisbauern hineingeboren wurde. Ich hoffe, eines Tages an diesen Ort zurückzukehren.

Welcher Geruch erinnert Sie an Ihre Kindheit?
Der Duft meines Armbands aus Tatami-Matten – dem traditionellen Bodenmaterial in japanischen Häusern.

Ihr Lieblingsrezept?
Japanischer Reis.

Welches Buch steht schon lange auf Ihrer Liste?
Ich lese für meine Recherche oft japanische Bücher. In letzter Zeit bin ich süchtig nach Büchern über die Kunstbewegung „MINGEI“ und ihren Mit-Begründer Yanagi Muneyoshi.

Kann man Kunst lernen?
Ich glaube, es ist unmöglich, etwas Neues zu schaffen, ohne die Vergangenheit zu kennen.

Was hätten Sie gerne früher gewusst?
Den Bitcoin-Preisanstieg?

Welche nicht gestellte Frage möchten Sie gerne beantworten?
Ich möchte Ihnen umgekehrt eine Frage stellen: Was suchen Sie in der Kunst?

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Takayoshi Terajima