Eilike Schlenkhoff
„Malerei ist Überzeugungsarbeit“
Eilike Schlenkhoff lebt und arbeitet in Wuppertal – einer Stadt, die Schwebebahn und Schwermut, Industriegeschichte und lebendige Kunstszene auf engstem Raum vereint. Die Malerin gehört zu den eigenwilligsten Positionen ihrer Generation. Ihre vielschichtigen Bilder waren zuletzt in Frankfurt in der Galerie Monica Ruppert zu sehen, ab Sommer im Museum Kunstpalast Düsseldorf – und ab sofort auch bei Lehel.Art im Portfolio
Ausgewählte Arbeiten von Eilike Schenkhoff finden Sie auf Art for Sale
Es gibt einen Satz von Eilike Schlenkhoff, der einen nicht mehr loslässt. „Malerei ist Überzeugungsarbeit“, schreibt sie – und meint damit nicht die Überzeugung des Publikums, sondern eine viel radikalere, viel einsamere: die der Malerin selbst. Sie muss sich überzeugen von der Richtigkeit ihrer Sichtweise, von der malerischen Berechtigung ihrer Ideen, von der Plausibilität ihrer Komposition. Erst wenn das Bild vor ihr steht und besteht, darf es sich an andere richten. Das klingt nach Askese, ist aber eine höchst produktive Form von Eigensinn.
Schlenkhoff, 1984 in Herne geboren und seit Jahren in Wuppertal ansässig, hat ihre entscheidende Ausbildung von 2005 bis 2013 an der Kunstakademie Münster in der Klasse von Cornelius Völker erhalten, bei dem sie als Meisterschülerin abschloss. Völker ist einer der wichtigsten deutschen Maler der Gegenwart, der das scheinbar Nebensächliche – Alltagsobjekte, Lichtreflexe, das Beiläufige des Sehens – zu einem subtil destabilisierenden Bildprogramm verdichtet. Diese Schule ist in Schlenkhoffs Werk lesbar, aber sie hat daraus etwas Eigenes, Widerspenstigeres gemacht: eine Malerei, deren einzige Loyalität dem Bild selbst gilt.
„Wuppertal ist mein Zuhause – seit 2005. Die Stadt hat mich sofort in den Bann gezogen: Eckkneipen und Pina Bausch, Schwebebahn und Skulpturenpark – und überall offene Netzwerke, die einem helfen, Ideen umzusetzen. Hier herrscht Energie und Aufbruchgeist. Mein persönlicher Tipp: Radtour über die Nordbahntrasse mit Limo- oder Kaffeestopp in Utopiastadt – und danach ins Luisenviertel. Tagsüber oder abends, egal. Es ist unfassbar gemütlich, dort rumzuschlawenzeln.“
Foto: Nordbahntrasse, Utopiastadt, Foto: Bjoern Überholz, © Medienzentrum Wuppertal
Kunst erleben, Orte entdecken
Wuppertal
>>>